Veilchenmoosöl

Trentepholia iolithus (L.) Wallr. (Chroolepus iolithus Ag.) eine Alge, riecht stark nach Veilchen und wird deshalb, aber nicht ganz richtig, mit „Veilchenmoos“ bezeichnet. Die Pflanze bildet im frischen Zustand rotbraune, trocken graugrüne, dünne, stark verfilzte Überzüge auf Felsen (daher „Veilchenstein“, so z.B. im Riesengebierge).

Durch Destillation der Alge mit Wasserdampf erhielten M. Bamberger und A. Landsiedl1) ein gelbes ätherisches Öl, das den charakteristischen Geruch der Pflanze besitzt.

Dieser Text basiert auf Eduard Gildemeisters (1860-1938) und Friedrich Hoffmanns Buch „Die ätherischen Öle“ 3. Auflage, 1928, Verlag der Schimmel & Co. Aktiengesellschaft. Das Buch ist in 3 Bänden erschienen.


1)
Monatsh. f. Chem. 21 (1900), 571; Chem. Zentralbl. 1900, II. 637.
  • aetherische_oele/veilchenmoosoel
  • Zuletzt geändert: 15.01.2017
  • von Stephan Scheeff