Steinpilzöl

Seinen angenehmen Geruch verdankt der Steinpilz, Boletus edulis Bull., einem ätherischen Öle. H. Haensel1) bei der Destillation von getrockneten Steinpilzen mit Wasserdampf 0.0056% eines dunkelbraunen Öls, das bei 34°C schmilzt, leichtlöslich in Ether und schwerlöslich in Alkohol ist.

Bei einer Untersuchung der flüchtigen Bestandteile des Steinpilzes durch GC-MS beschreiben Bozok et al.2) einen hohen Anteil von 1-Octen-3-ol (79.75%) und 2-Octen-1-ol (13.18%) sowie 1-Octen-3-one (2.52%) und (E)-2-Octenal (1.21%).

Dieser Text basiert auf Eduard Gildemeisters (1860-1938) und Friedrich Hoffmanns Buch „Die ätherischen Öle“ 3. Auflage, 1928, Verlag der Schimmel & Co. Aktiengesellschaft. Das Buch ist in 3 Bänden erschienen.

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1)
Chem. Zentralbl. 1903, I. 1137.
2)
Bozok et al. Not. Bot. Horti. Agrobo., 2015, 43(1), 192-195 Link
  • aetherische_oele/steinpilzoel
  • Zuletzt geändert: 15.01.2017
  • von Stephan Scheeff