Rosmarinöl

Als Rosmarinöl versteht man das durch Wasserdampfdestillation gewonnene ätherische Öl des Rosmarins, welches aus den Zweigen, Blättern und Blüten destilliert werden kann und mit einer Ausbeute von ca. 1-3% gewonnen wird. Es enthält einen hohen Anteil an den Terpenen α-Pinen, 1,8-Cineol und Borneol und ist ein farbloses bis gelbes Öl.

Der Rosmarinstrauch, Rosmarinus officinalis L., ist in den Mittelmeerländern verbreitet. Auf Grund des im Kew Herbarium vorhandenen Materials unterscheidet W. B. Turrill1) folgende Arten der Gattung Rosmarinus:

  1. Rosmarinus officinalis L., mit den Unterarten var. genuina Turrill (im ganzen Mittelmeergebiet, in der Schweiz, auf den Kanarischen Inseln, den Azoren und Madeira verbreitet), forma erectus Pasq. (Vorkommen wie vorher), forma humilis Ten. und forma albiflorus Beg. (Vorkommen in Italien und wahrscheinlich auch anderswo), var. rigidus Car et Saint Lag. (Vorkommen in Südfrankreich, Italien, Spanien), var. angustifolius Guss. (Vorkommen in Südfrankreich, Italien, Korsica), var. latifolius Beg. (Südfrankreich, Italien), var. pubescens Pamp. (Tripolis), forma roseus Pamp. (Tripolis)
  2. Rosmarinus × lavandulaceus de Noe (Vorkommen in Algerien)
  3. Rosmarinus eriocalyx Jord. & Fourr. (Vorkommen in Algerien)
  4. Rosmarinus × mendizabalii Sagredo ex Rosua
  5. Rosmarinus tomentosus Hub.-Mor. & Maire2)

Rosmarinus officinalis L.
Rosmarinus officinalis L. im botanischen Garten Oxford

Die Existenz verschiedener Unterarten des Rosmarinstrauches ist vielleicht ein Grund der wechselnden Drehungsrichtung von Rosmarinöl, wofür, wie unter Eigenschaften beschrieben ist, verschiedene andere Ursachen, wie jahreszeitliche Einflüsse oder Bodenbeschaffenheit verantwortlich gemacht werden.

Es liegt nahe, dass dabei in erster Linie auch botanische Unterschiede entscheiden, indem bestimmte Rosmarinvarietäten rechtsdrehende, andre dagegen linksdrehende Öle liefern.

Man unterscheidet historisch gesehen hauptsächlich drei Sorten Rosmarinöl, das italienische, das französische und das spanische. Heutzutage wird Rosenöl in Algerien, Marokko, Tunesien, Frankreich, Spanien, Griecheland, Dalmatien, Russland und den USA hergestellt. Hauptproduzent ist Spanien.3)

Das italienische oder richtiger dalmatische Rosmarinöl wurde auf den an der dalmatischen Küste gelegenen Inseln Lissa, Lesina, Solta und Torcola, auf denen der Rosmarin wild wuchs und große Strecken Landes bedeckte, gewonnen4). Wenn es notwendig war, wurde der Bestand dort durch Anpflanzungen erhalten oder vermehrt.

Das meiste Öl wurde auf Lesina hergestellt. In zweiter Linie kamm Lissa in Betracht. Die Rosmarinwälder waren Eigentum der Gemeinden, von denen die Berechtigung zur Ölgewinnung an den Meistbietenden versteigert wurde. Die Benutzung der Wälder war durch gesetzliche Bestimmungen geregelt, dass nur alle 3 Jahre eine vollständige Ausnutzung stattfinden durfte. In den beiden folgenden Jahren war eine teilweise Schonzeit, in der nur wenig Öl destilliert wurde.

Herstellung in Lesina

Das Kraut (Zweige und Blätter) wurde im Juni geschnitten, also wenn die von Februar bis April dauernde Blüte längst vorüber ist. Nachdem die Zweige 14 Tage bis 4 Wochen lang an der Sonne getrocknet worden waren, wurden die Blätter abgestreift oder gedroschen. Der Rosmarinstrauch wuchs auf Lesina nur auf der westlichen Hälfte der Insel, östlich von Gelsa kam er in größeren Mengen nicht vor.

Rosmarinernte
Rosmarinernte auf der Insel Lesina (Nach einem Aquarell aus der Riechstoffabteilung des dt. Museums in München)

Den Mittelpunkt für die Gewinnung des Rosmarinöls und seinen Handel auf dieser Insel bildeten die Orte Brusje und Grabje, wo sich die Destillateure zu Genossenschaften zusammengeschlossen hatten. Die Leute von Brusje gingen gelegentlich mit ihren Blasen nach Solta, um dort zu destillieren, während die Einwohner von Grabje zu diesem Zweck die Halbinsel Pellegrino (Westspitze von Lesina) und die Insel Torcola aufsuchten.

Destillation

Die ältere Art der Destillation geschieht in Branntweinblasen (siehe auch Geschichte der Wasserdampfdestillation) über freiem Feuer. Diese Blasen haben den Vorzug, dass sie überall dort, wo Rosmarin wächst, aufgestellt werden konnten, dass also das Material nicht über weitere Strecken zur Destillationsstelle transportiert werden musste, was bei dem Fehlen von fahrbaren Wegen auf den Dalmatiner Inseln sehr in Betracht kam.

In den 1930ern gab es sowohl in Brusje wie in Grabje moderne Dampfdestillierapparate, die mit Hilfe eines feststehenden Dampfkessels betrieben weurden. Sie arbeiteten zweckentsprechender als die beweglichen Blasen und gewährten eine um 30% höhere Ölausbeute. Diese beträgt bei einer Füllung von 120 bis 130 kg Blättern 1.5 bis 2.5 kg Öl, also 1.2 bis 2%. Schimmel & Co.5) erhielten aus Dalmatiner Rosmarinblättern 1.4 bis 1.7%.

Rosmarindestillation in Lesina
Destillation von Rosmarinöl auf Lesina (Nach einem Aquarell aus der Riechstoffabteilung des dt. Museums in München)

Herstellung auf Lissa

Auf Lissa fand die Haupternte in vierjährigen Zeiträumen statt. Destilliert wurde hier nur über freiem Feuer. Von dem Hafen Cittavecchia auf Lesina wurde vor dem ersten Weltkrieg das Öl in Blechkannen nach Triest verschifft und kam von hier, häufig mit Terpentinöl verfälscht, in den Welthandel.

Über die Größe der Produktion des dalmatischen Rosmarinöls gab es keine Statistik. Nach Erkundigungen, die an Ort und Stelle eingezogen wurden, sollen in den Jahren, in denen der volle Ertrag geerntet wird, 20000 kg Öl erzeugt werden. Diese Schätzung stimmt mit einer früheren Angabe F. A. Flückigers überein. Im Jahr 1901 sollen etwa 12000 kg6), 1903 17000 kg7) Öl hergestellt worden sein.

Als nach dem Krieg Dalmatien an Jugoslawien gefallen war, beschloss die neue Regierung, die Industrie weiter zu fördern. Wie H.H. Zander8) berichtet, schien man einige Erfolge erzielt zu haben. So sollen 1927 auf der Insel Lesina allein 19000 kg Rosmarinöl destilliert worden sein, während, wie erwähnt, in der Vorkriegszeit die dalmatische Gesamtproduktion etwa 20000 kg im Jahre betrug. Die Zahl der Genossenschaften auf Lesina hatte sich von zwei auf sechs erhöht. Mit Hilfe der Regierung wollte man für diese Genossenschaften eine Zentralstelle in Lesina errichten. Über die jugoslawische Ausfuhr von Rosmarinöl bestehen folgende Zahlen, die im Vergleich zu den Produktionsangaben ziemlich klein erscheinen.

Ausfuhr von Rosmarinöl aus Jugoslawien damaliger Warenwert
1921 11845 kg 15000 RM
1922 12195 kg 21000 RM
1923 2376 kg 3000 RM
1924
19256405 kg19000 RM
19265908 kg14000 RM

Als feiner im Geruch galt das französische Rosmarinöl, über dessen Vorkommen und Gewinnung im südöstlichen Frankreich H. Blin9) ausführliche Mitteilungen machte.

Rosmarin wuchs massenhaft auf kalkhaltigen Böden in Roussillon, der Provence und Languedoc. Ferner kam er im Gebirge vor, in den südöstlichen Pyrenäen, Basses-Alpes, le Gard, la Drome, le Var, den Seealpen, le Vaucluse, Mont Ventoux, Montagne de Lure, le Luberon, der Dauphine und den Cevennen.

Der gegen Kälte sehr empfindliche Rosmarin gedeihte am besten auf trocknem, durchlässigem, sonnig gelegenem Gelände. Er wurde durch Samen, Stecklinge, Absenker oder Ausläufer im Herbst vermehrt. Die Aussaat geschah im März und April, nach zwei oder drei Jahren konnte geerntet werden. Sobald die Blüten aufgegangen und bevor sie verdorrt waren, war die Pflanze reif zur Destillation. Sie trug vom Anfang Juni bis im September Blüten.

Destillation

Alle Teile des Rosmarins wurden destilliert, nur die holzigen Stengel nicht. Die Blätter lieferten das beste Öl. Im Gebirge destillierte man an Ort und Stelle in transportablen Blasen, die in der Nähe eines Bachs aufgestellt wurden. Dort, wo die Wegeverhältnisse es erlaubten, wurde das Material aus der Umgebung gesammelt und in größeren Destillationsbetrieben verarbeitet.

Die kleinen Destillateure im Gebirge verwendeten sehr veraltete Blasen. In den östlichen Pyrenäen fand man in den besser ausgestatteten Destillationsbetrieben kupferne, 1200 bis 1500 kg fassende Blasen. Sie waren sowohl für die Destillation mit Wasser als auch für die mit Wasserdampf eingerichtet. Bei der Destillation mit Wasser (Hydrodestillation) wurde dieses bis zu einer Höhe von etwa 30 cm eingefüllt, worauf ungefähr drei Stunden destilliert werden musste.

Die Wasserdampfdestillation dauerte nur etwa 1.5 Stunden. Die Entleerung geschah, indem das ausdestillierte Material samt Siebboden aus der Blase herausgenommen wurde. Man lies das ausdestillierte Kraut an der Sonne trocknen und verwendete es dann als Heizmaterial.

Die kleinen Erzeuger in Roussillon gewannen aus etwa 1000 kg Kraut 1.25 kg Öl, was einer Ausbeute von 0.125% entspricht. Mit Hilfe von moderneren Apparaten erzielte man etwa 0.38 bis 0.5% Ausbeute. Schimmel & Co.10) erhielten bei der Destillation aus trocknen, französischen Rosmarinblättern 2%, aus Blüten 1,4% Öl. Welche Ölmengen jährlich in Frankreich hergestellt wurden, ist nicht bekannt.

Das spanische Rosmarinöl wurde in großen Mengen in den Gebirgen der Provinzen Granada, Jaén, Malaga, Albacete, Murcia und im Küstendistrikt der Provinz Sevilla hergestellt. Die in den Bergregionen verbreiteten Tomillares11) waren zum Teil Rosmarinheiden, die oft nur aus Rosmarinus officinalis (Romero), oft aber aus diesem mit verschiedenen andern Labiaten, besonders dem breitblättrigen Lavendel, Lavandula latifolia Medik. und lavendelblättrigem Salbei Salvia lavandulifolia bestanden12). Sie werden manchmal mitdestilliert, woraus sich wohl zum Teil die sehr wechselnde Beschaffenheit des spanischen Rosmarinöls erklärt.

Destillation

Destillation von äth. Ölen in Spanien
Destillation von äth. Öl in Spanien

Die Destillation geschah fast das ganze Jahr hindurch, in der Hauptsache von April bis Oktober. Sie wurde in den rechts abgebildeten Blasen, die mit freiem Feuer geheizt wurden, ausgeführt. Als Brennstoff diente das ausdestillierte und getrocknete Pflanzenmaterial. Es wurde frisches wie getrocknetes Kraut verarbeitet.

Die Ausbeute an Öl, die je nach den Umständen recht verschieden sein konnten, betrug rund 0.75%13).

Die Eigenschaften der Öle wechselten nicht nur mit Bodenbeschaffenheit und Klima der einzelnen Gegenden, sondern auch im Verlauf der Destillationskampagne am selben Platz. Größer waren die Unterschiede der Öle der verschiedenen Provinzen. So waren die aus Murcia und Albacete links- und die aus Granada und Jaén rechtsdrehend. Die in Granada hergestellten Rosmarinöle sind wegen ihres feinen Geruchs besonders beliebt.

Die Gesamtproduktion an spanischem Rosmarinöl, die Anfang des 20 Jahrhunderts auf 25000 kg geschätzt wurde, beläuft sich in den 1930er auf rund 150000 kg, wovon nur 20000 bis 30000 kg auf die Provinzen Granada und Jaen entfallen14).

Das englische15) Rosmarinöl, das in Mitcham, Market Deeping und Ampthill in sehr geringer Menge aus kultivierten Pflanzen gewonnen wurde, kam für den Handel kaum in Frage.

rosmarinoel.jpg
Probe des Rosmarinöls

Über das spezifische Gewicht und die optische Drehung der Handelsöle (dalmatisches, französisches und spanisches) lässt sich im allgemeinen Folgendes sagen:

Das spez. Gewicht liegt meist zwischen 0.900 und 0.920, oft ist es auch niedriger, jedenfalls aber nicht unter 0.894.

Die opt. Drehung ist rechts (bis +15°) oder auch links, was besonders bei der Hauptmenge der spanischen Öle der Fall ist.

Weiter zeigen die bei der fraktionierten Destillation rechtsdrehender Öle zuerst übergehenden 10% gewöhnlich Rechtsdrehung, während manchmal auch bei unverfälschten diese 10% nach links drehen. Den Grund für dieses merkwürdige Verhalten kennt man noch nicht. A. Birckenstock16) glaubt, dass der Jahreszeit ein Einfluss auf das Rotationsvermögen des Öls in der Pflanze zukommt, da er bei französischen Destillaten beobachtete, dass das im Frühjahr destillierte Öl nach links dreht oder doch weniger stark nach rechts als die im Herbst aus Pflanzen derselben Gegend dargestellten Öle.

Französische Destillate von A. Birckenstock d15°C αD α der ersten 10%
Hérault, Frühling (April)0.9121+6.53° -4.17°
Hérault, Sommer (Juli)0.9115 +8.28° -0.47°
Hérault, Herbst (Ende November) 0.9086 +11.0° +1.97°
Cannes, Frühling (13. April) 0.9130-0.95° -13.63°
Cannes, Sommer (Ende Juni) 0.9118 +5.95° -2.07°

Zu verallgemeinern sind diese Beobachtungen aber nicht, denn die mit spanischem Material angestellten Versuche hatten ein entgegengesetztes Ergebnis, indem sowohl im Frühjahr wie im Herbst die ersten 10% höher als das ursprüngliche Öl drehten.

Spanische Destillate von A. Birckenstock d15°C αD α der ersten 10%
Mai 0.8851 +9.78°+14.47°
Oktober 0.9031 +3.2°+3.5°

Die englischen, aus kultiviertem Rosmarin destillierten Öle scheinen überwiegend linksdrehend17) zu sein, seltner, auch wenn die Destillation im Herbst stattfand18), rechtsdrehend19).

Im folgenden werden die physikalischen und chemischen Eigenschaften von insgesamt 23 verschiedenen ätherischen Ölen des Rosmarins aufgezählt. Bei den ersten sechs handelt es sich um die für den Handel am wichtigsten Öle.

Dichte, Drehwerte & Brechungsindex

Herkunft d15° αD α der ersten 10% nD20
1Dalmatiner R.öl 0.894-0.913 +0.72 bis +6.88° unterschiedlich 1.466-1.468
2Französisches R.öl 0.900-0.920 bis +13.17°unterschiedlich1.467-1.472
3Französisches R.öl20)0.9260+9.1°
4Spanisches R.öl 0.898-0.920-6 bis 11.5°1.468-1.473
5Spanisches R.öl (Jaén)0.898+4.88°
6Spanisches R.öl (Granada)0.898+4.78°
7Rosmarinöl courant21)0.9258-0.9356+14 bis +29° +0.67 bis 12° 1.469-1.471
8Englisches R.öl22) 0.901-0.924-9.58 bis +2.54°
9Tunesisches R.öl23)24)0.914-0.926-0.83 bis +3.67°1.4687
10Korsisches R.öl0.9018+17.53°+15.53°
11Griechisches R.öl25)0.910-0.915+1.12 bis +1.62°-1.5 bis -4.17°
12Griechisches R.öl26)27)0.908-0.991(?)+1.0 bis 1.51°
13Ital. R.öl (Apulien)28)0.9161+2.9°1.4708
14Ital. R.öl (Kalabrien)29)0.9173-3.25°-8.80°1.4680
15Ital. R.öl (Sizilien)30)0.9208+5.60°1.4659
16Ital. R.öl (Sardinien)31)0.9161+23.33°1.476
17Ital. R.öl (Sardinien)32)0.9028+17.33°+14°
18Ital. R.öl (Sardinien)33)0.8978+21.07°+20.28°1.47033
19Ital. R.öl (Sardinien)34)0.9049+21.5°+19.4°
20Russisches R.öl (Krim)35)0.8954-9.33°1.4727
21Rus. R.öl. (Kaukusus)36)0.9364+3.05°1.4735
22Kenianisches R.öl 37)0.908+1°
23Südafrikanisches R.öl0.900+5.0°1.469

Löslichkeit in Alkohol & Aussehen

Herkunft in 80% Alkohol in 90% Alkohol Aussehen
1Dalmatiner R.öl 1-8 Vol. 0.5-1 Vol.
2Französisches R.öl 1-8 Vol. 0.5-1 Vol.
3Französisches R.öl38)0.7 Vol.
4Spanisches R.öl 1-8 Vol. 0.5-1 Vol.
5Spanisches R.öl (Jaén)6 Vol.
6Spanisches R.öl (Granada)10 Vol.
7Rosmarinöl courant39)0.7-2 Vol.
8Englisches R.öl40)
9Tunesisches R.öl41)42)1-1.5 Vol.
10Korsisches R.öl1 Vol.
11Griechisches R.öl43)1 Vol.
12Griechisches R.öl44)45)
13Ital. R.öl (Apulien)46)
14Ital. R.öl (Kalabrien)47)1.2 Vol.strohgelb
15Ital. R.öl (Sizilien)48)1.25 Vol.
16Ital. R.öl (Sardinien)49)8 Vol.
17Ital. R.öl (Sardinien)50)10 Vol.
18Ital. R.öl (Sardinien)51)9 Vol.52)0.3 Vol
19Ital. R.öl (Sardinien)53)10 Vol.54)0.4 Vol.
20Russisches R.öl (Krim)55)0.2 Vol.
21Rus. R.öl. (Kaukusus)56)0.1 Vol.
22Kenianisches R.öl 57)
23Südafrikanisches R.öl11 Vol.58)fast farblos

Säurezahl, Esterzahl & Verseifungszahl

Herkunft S.Z. E.Z. E.Z. nach Actlg. V.Z.BornylacetatGesamtalkohol
1Dalmatiner R.öl bis 0.7 5-2030-501.8-7%
2Französisches R.öl bis 1.63-1429-421-4.9%
3Französisches R.öl59)0.310.3
4Spanisches R.öl bis 1.52.3-2030-500.8-7%8.5-14.3%
5Spanisches R.öl (Jaén)2.8%14.8%
6Spanisches R.öl (Granada)2.9%15.1
7Rosmarinöl courant60)bis 1.030.7-50.910.7-17.8%
8Englisches R.öl61)
9Tunesisches R.öl62)63)4.8-8.441.0-53.21.7-2.9%12.3-15.24%
10Korsisches R.öl36.083
11Griechisches R.öl64)0.55.022
12Griechisches R.öl65)66)0.3-0.53-618-241.05-2.1%5-6.8%
13Ital. R.öl (Apulien)67)6.322.19%10.98%
14Ital. R.öl (Kalabrien)68)0.847.48.36%
15Ital. R.öl (Sizilien)69)0.615.045.75.25%12.77%
16Ital. R.öl (Sardinien)70)1.08..14.234.6%13.89%
17Ital. R.öl (Sardinien)71)1.032.9
18Ital. R.öl (Sardinien)72)0.625.959.717.2%
19Ital. R.öl (Sardinien)73)0.928.9
20Russisches R.öl (Krim)74)0.727.6835.5
21Rus. R.öl. (Kaukusus)75)7.7619.4577.7
22Kenianisches R.öl 76)4.2%15%
23Südafrikanisches R.öl0.93.028.33.0%7.9%


Hauptbestandteile von Rosmarinöl (jeweils nur ein Enantiomer abgebildet)

Im Rosmarinöl sind schon Anfang des 20. Jahrhunderts folgende Verbindungen identifiziert worden: α-Pinen, Camphen, 1,8-Cineol, Campher, Borneol und seine Ester, sowie Sesquiterpene.

α-Pinen

Nach der Angabe von G. Bruylants77) sollte Rosmarinöl 80% eines linksdrehenden, von 157 bis 160°C siedenden Kohlenwasserstoffs C10H16 enthalten. Aus dem niedrigen spez. Gewicht von 0.885, aus der Linksdrehung sowie aus der großen Menge des erhaltenen Terpens geht zweifellos hervor, dass das Öl, an dem diese Untersuchung ausgeführt wurde, ausgiebig mit französischem Terpentinöl verfälscht war. Da es wegen des häufig vorkommenden Terpentinölzusatzes wichtig war, zu wissen, ob reines Rosmarinöl Pinen enthält, untersuchten E. Gildemeister und K. Stephan78) 1879 die niedrigst siedenden Anteile eines aus Dalmatiner Rosmarinblättern von ihnen selbst destillierten Öls.

Der nach mehrfachem Fraktionieren bei 156 bis 158°C siedende Teil (d15°C 0.867; αD +2.5°) gab beim Behandeln mit Amylnitrit und Salzsäure in Eisessiglösung ein Nitrosochlorid, das mit Benzylamin Pinennitrolbenzylamin (Smp. 122 bis 123°C) lieferte, woraus hervorgeht, dass Pinen – wahrscheinlich ein Gemisch von d- und l-α-Pinen – ein Bestandteil des Rosmarinöls ist.

Camphen

Die Fraktion vom Sdp. 160 bis 162°C (d15°C 0.875; α -0.75°) wurde mit Eisessig-Schwefelsäure behandelt. Nach dem Verseifen des Reaktionsprodukts wurde Isoborneol vom Smp. 211 bis 212° erhalten, das durch Kochen mit Chlorzink in Benzollösung in das bei 159 bis 160°C siedende, bei ungefähr 50°C schmelzende Camphen zurückverwandelt wurde. Demnach ist im Rosmarinöl als zweites Terpen Camphen, und zwar, nach der geringen Drehung der Fraktion zu schließen, inaktives Camphen enthalten.

Ein in Dalmatien destilliertes Rosmarinöl des Handels gab bei der Untersuchung dieselben Resultate. Es wurden Pinen und Camphen nachgewiesen. Der nach Acetaldehyd riechende Vorlauf (von 40 Kilo) dieses Öls, der unter 150°C siedete, entfärbte fuchsinschweflige Säure und war teilweise in Wasser löslich. Das nichtlösliche Öl wurde mit Eisessig-Schwefelsäure hydratisiert, wobei ein deutlicher Geruch nach Linalylacetat wahrgenommen wurde. Dies Verhalten deutet auf das Vorhandensein von olefinischen Terpenen hin, wie sie im Bayöl, Hopfenöl und Origanumöl usw. vorkommen.

Cineol

In dem von 176 bis 182°C siedenden Anteil des Rosmarinöls fand E. Weber79) Cineol, C10H18O, auf und isolierte diesen Körper mit Hilfe der Chlorwasserstoffverbindung. Der Nachweis wurde durch Darstellung des Dipententetrabromids, C10H16Br4 (Smp. 123.5 bis 124°C), sowie des Dipentendijodhydrats, C10H18I2, vom Smp. 78.5 bis 79°C geführt.

Traetta Mosca und B. Papocchia, ferner Pellini und Morani sowie Puxeddu stellten in verschiedenen italienischen Rosmarinölen 17 bis 32% Cineol fest.

Beim Einleiten von Salzsäure in die ätherische Lösung der Fraktion vom Sdp. 171 bis 176°C erhielt Weber das bei 49 bis 50°C schmelzende Dipentendichlorhydrat. Diese Verbindung kann sowohl dem Cineol, wie etwa vorhandenem Dipenten seine Entstehung verdanken. Da aber die genannte Fraktion nach der Analyse ziemlich viel Terpen enthielt, so ist die Bildung des Chlorhydrats möglicherweise auf Dipenten zurückzuführen.

Campher und Borneol

Der Campher wurde zuerst von A. Lallemand80) im Rosmarinöl beobachtet. J. de Montgolfier81) zeigte, dass der Rosmarincampher ein Gemisch der rechts- und der linksdrehenden Modifikation sei. Bruylants fand, dass das aus den hochsiedenden Fraktionen des Öls auskristallisierende Stearopten nicht allein aus Campher bestand, sondern auch Borneol enthielt. In dem Öl, das, wie vorhin erwähnt wurde, stark verfälscht war, ermittelte Bruylants 4 bis 5 % Borneol und 6 bis 8 % Campher. Reines Öl muss demnach erheblich mehr von diesen beiden Körpern enthalten. Gildemeister und Stephan bestimmten den Borneolgehalt durch Acetylieren und fanden in zwei Fällen 16.8 und 18.8%. Hierbei wurde vorausgesetzt, daß Rosmarinöl keine andern Alkohole, wie Linalool oder Geraniol, enthält.

Das Borneol ist zum Teil in Esterform gebunden und wird als Bornylacetat berechnet, von dem die Öle 2 bis 7% enthalten.

Von Campher fanden Pellini und Morani in einem sizilianischen Öl etwa 17%. In einem aus dem Kaukasus stammenden Öl wurde l-Campher gefunden.

Nach A. Haller82) trennt man Campher von Borneol, indem man letzteres durch Erhitzen mit Bernsteinsäure in den sauren Bernsteinsäureester überführt. Das im Rosmarinöl enthaltene Borneol ist, wie Haller nachwies, ebenso wie der Campher, ein Gemisch der beiden entgegengesetzt drehenden optischen Isomeren.

Die höchstsiedenden Bestandteile des Rosmarinöls enthalten ein Sesquiterpen, wahrscheinlich Caryophyllen. Das Nitrosochlorid schmolz bei 165 bis 166°C, das Nitrosat bei 156°C.

Neuere Untersuchungen des ätherischen Öls des Rosmarins zeigen einen hohen α-Pinen und 1,8-Cineol Anteil. Neben diesen Hauptbestandteilen finden sich Borneol, Campher und Champhen sowie weiter Terpene. Dabei sind die Inhaltsstoffe offensichtlich von der Anbauregion des Rosmarins abhängig. Folgende Übersicht soll diese Auswirkung zeigen.

Italien

E. Reverchon und F. Senatore der Universitäten Salerno und Napoli untersuchten 1992 die Inhaltsstoffe von italienischem Rosmarinöl.83) Dabei konnte ein hoher Anteil an α-Pinen festgestellt werden. Als zweiter Hauptinhaltsstoff identifizierten die Forscher 1,8-Cineol, welches mit α-Pinen insgesamt fast 50% des Öls ausmacht.

Inhaltstoff
α-Pinen25.2%
1,8-Cineol 20.6%
Borneol 13.7%
Campher 10.3%
Camphen 5.5%
Verbenon 4.76%
β Pinen 1.1%
β Caryophyllen 1.0%

China

Bei einer Untersuchung von Rosmarinöl aus dem Jahr 2011 konnte die Arbeitsgruppe um Yu-Jie Fu aus China folgende Hauptinhaltsstoffe identifizieren84):

Inhaltstoff
1,8-Cineol 26.5%
α-Pinen 20.1%
Campher 12.9%
Camphen 11.4%
β Pinen 7.0%
Borneol 3.1%
β Caryophyllen 2.4%
Bornylacetat 0.9%

sowie 14 weiter Inhaltstoffe. Im Gegensatz zum ätherischen Öl aus Italien ist nun 1,8-Cineol der Hauptinhaltsstoff. Auffallend ist der hohe Anteil von β Pinen der im Gegensatz zum italienischen Öl sich mehr als versechsfacht.

Iran

Die Arbeitsgruppe um D. Afzali der Islamischen Freiheitsuniversität in Bardsir85) untersuchten zwei Öle aus der Region Kerman und Lalehzar. Beide Öle wurden durch Hydrodestillation (siehe Wasserdampfdestillation) gewonnen.

Inhaltsstoff Lalehzar Kerman
α-Pinen43.9%46.1%
1,8-Cineol11.1%11.1%
Camphen8.6%9.6%
Borneol3.4%3.4%
Bornylacetat2.5%2.8%
Campher2.4%5.3%
β Pinen1.9%1.9%
β Caryophyllen1.6%1.1%

Dieses ätherische Öl trägt als Hauptinhaltsstoff α-Pinen, welches ~45% des Öls ausmacht. Dass Inhaltsstoffprofil unterscheidet sich daher deutlich von den Ölen aus Italien und China.

Unterschiede durch verschiedener Gewinnung

Das Rosmarinöl wurde durch Wasserdampfdestillation gewonnen. Bei einer weiteren Untersuchung der Arbeitsgruppe Mondelle der Universität Messina86) wurde die Auswirkung verschiedener Extraktionsmethoden auf das Inhaltsstoffprofil getestet. Neben der Hydrodestillation (HD) (siehe Wasserdampfdestillation) wurde das Öl durch eine Extraktion (SE) mit Hexane/Aceton (70:30), einer mikrowellen unterstützten Hydrodestillation (MAHD) und durch eine überkritische CO2 Extraktion (SFE) gewonnen. Die genannten Hauptinhaltsstoffe verhalten sich dabei folgendermaßen:

Inhaltsstoff HD SE MAHD SFE
1,8-Cineol56.9%50.8%45.8%35.6%
α-Pinen8.6%12.1%8.1%2.3%
Campher5.9%2.5%5.9%3.7%
Camphen2.6%3.5%2.7%1.1%
β Pinen4.8%4.5%6.3%2.3%
Borneol2.5%2.8%2.9%6.8%
Bornylacetat0.5%0.6%1.1%1.1%

Es lassen sich geringe Unteschiede in der Zusammensetzung bei der HD, SE und MAHD sehen. Die Hydrodestillation liefert ein mit 1,8-Cineol angereichertes Rosmarinöl. Im Vergleich zu anderen Ölen (siehe oben) haben alles diese Öle einen sehr hohen Cineolanteil. Die Extraktion führt zu einem höheren α-Pinenanteil während bei der Extraktion mit CO2 ein deutlich höherer Anteil von Borneol zu sehen ist. Die Unterschiede zwischen Hydrodestillation und mikrowellenunterstützte Hydrodestillation sind gering.

Bei der Prüfung des Rosmarinöls ist besonders darauf zu achten, dass das spezifische Gewicht und das Drehungsvermögen den unter Eigenschaften gemachten Angaben entsprechen. Terpentinöl, gleichgültig welcher Herkunft, bewirkt eine Erniedrigung des spezifischen Gewichts. Französisches Terpentinöl wird, falls nicht ganz unbedeutende Mengen zugegen sind, durch stärkere Linksdrehung des Öls erkannt. Um kleine Zusätze, die das spez. Gewicht nicht unter 0.900 herabmindern und die Drehung nicht nach links umkehren, zu ermitteln, fraktioniert man von 50 ccm des Öls 5 ccm langsam in einem Ladenburg-Kölbchen ab und prüft das Destillat im Polarisationsapparat. Bei reinen Rosmarinölen wird man in der Regel Rechtsdrehung, bei spanischen und französischen Ölen oft auch Linksdrehung der niedrigst siedenden 10% beobachten.

Zur Verfälschung werden auch vielfach Fraktionen des Campheröls benutzt, durch die oft irgend eine charakteristische Eigenschaft des Rosmarinöls, entweder das Drehungsvermögen (das meist erhöht wird) oder das spez. Gewicht, oder die Löslichkeit in 80%igem Alkohol verändert wird.

Zur Prüfung kann auch eine DC Analyse des Öls gemacht werden. Durch die spezifischen Rf Werte und der Anfärbung von den Hauptkomponenten Borneol, Bornylacetat und Cineol kann das Öl auf diese Stoffe überprüft werden.87)

Dieser Text basiert auf Eduard Gildemeisters (1860-1938) und Friedrich Hoffmanns Buch „Die ätherischen Öle“ 3. Auflage, 1928, Verlag der Schimmel & Co. Aktiengesellschaft. Das Buch ist in 3 Bänden erschienen.

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1)
Kew Bull. 1920, 105.
3)
D. Martinetz, R. Hartwig Taschenbuch der Riechstoffe 1998, Verlag Harri Deutsch, Frankfurt a.M.
4)
Vgl. auch C.O. Cech, Dinglers Polytechn. Journal 229 (1878), 466 und Bericht von Schimmel & Co. Oktober 1896, 69; April 1903, 70.
5)
E. Gildemeister u. K. Stephan, Arch. der Pharm. 235 (1897), 586.
6)
Chemist and Druggist 61 (1902), 220.
7)
Bericht von Schimmel & Co. Oktober 1904, 82.
8)
Chem. Industrie 51 (1928), 55.
9)
Parfum. moderne 10 (1917), 24, 44.
10)
Bericht von Schimmel & Co. Oktober 1893
11)
Unter Tomillares versteht man Felsenheiden mit vorherrschend verholzten Labiaten. M. Rikli, Botanische Reisestudien von der spanischen Mittelmeerküste. Zürich 1907, S. 34.
12)
M. Willkomm, Grundzüge der Pflanzenverbreitung auf der iberischen Halbinsel. Leipzig 1896, S. 156, 160 usw.
13) , 14)
E.S. Günther, Spanish essential oils. Americ. Perfumer 24 (1929), 292.
15)
Vgl. E. M. Holmes, Pharmaceutical Journ. III. 12 (1881), 238 und III. 20 (1890), 581. - J. C. Sawer, Odorographia. Bd. I, S. 370. - H.J. Henderson, Pharmaceutical Journ. 79 (1907), 599, 695; 85 (1910), 541. - Perfum. Record 4 (1913), 366.
16)
Moniteur scientif. Quesneville, Mai 1906, 353; Journ. Parfum. et Savonn. 21 (1908), 231.
17)
((J.C. Sawer, Odorographia, Bd. I, S. 370.
18)
Bericht von Schimmel & Co. Oktober 1904, 83, Anm. 1.
19)
H.J. Henderson, Pharmaceutical Journ. 79 (1907), 599, 695; 85 (1910), 541. — Perfum. Record 4 (1913), 366.
20) , 26) , 38) , 44) , 59) , 65)
aus kultivierten Pflanzen
21) , 39) , 60)
Destillat von Rosmarin mit spanischem Salbei
22) , 40) , 61)
R. A. Cripps, Pharmaceutical Journ. III. 21 (1891), 937. - Bericht von Schimmel & Co. Oktober 1904, 83. - H.J. Henderson, Pharmaceutical journ. 79 (1907), 599; 85 (1910), 541. — Perfum. Record 2 (1911), 141.
23) , 41) , 62)
P. Jeancard u. C. Satie, Americ. Perfumer 6 (1911), 6.
24) , 42) , 63)
Bericht von Schimmel & Co. Oktober 1904, 83; Oktober 1905, 61.
25) , 43) , 64)
Bericht von Schimmel & Co. April 1910, 91.
27) , 45) , 66)
Arch. der Pharm. 265 (1927), 44.
28) , 46) , 67)
Annali di Chim. applic. 7 (1923), 326.
29) , 47) , 68)
Rivist. ital. delle ess. e dei prof. 4 (1922), 64.
30) , 48) , 69)
Annali di Chim. applic. 7 (1923), 97.
31) , 49) , 70)
Annali di Chim. applic. 15 (1925), 170.
32) , 33) , 34) , 50) , 51) , 53) , 71) , 72) , 73)
Beobachtung im Laboratorium von Schimmel & Co.
35) , 36) , 55) , 56) , 74) , 75)
Riechstoffindustrie 1926, 219.
37) , 57) , 76)
Perfum. Record 8 (1917), 263.
52) , 58)
leichte Trübung
54)
nicht vollständig löslich
77)
Journ. de Pharm. et Chim. IV. 29 (1879), 508; Pharmaceutical Journ. III. 10 (1879), 327; Jahresb. d. Chem. 1879, 944.
78)
Arch. der Pharm. 235 (1897), 586.
79)
Liebigs Annalen 238 (1887), 89.
80)
Liebigs Annalen 114 (1860), 197.
81)
Bull. Soc. chim. II. 25 (1876), 117; Chem. Zentralbl. 1876, 102.
82)
Compt. rend. 108 (1889), 1308.
83)
E. Reverchon; F. Senatore. Flavour and fragrance journal 1992, 7, 227-230.
84)
Jiang, Yang, et al. Environmental toxicology and pharmacology 2001, 32.1, 63-68.
85)
Jamshidi, R., Z. Afzali, D. Afzali American-Eurasian Journal of Agricultural & Environmental Sciences 2009, 5.1, 78-81.
86)
Lo Presti, Maria, et al. Journal of separation science 2005, 28.3, 273-280.
87)
Sticher, Heilmann, Zündorf, Pharmakognosie Phytopharmazie 2015, 10. Aufl., Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart
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  • Zuletzt geändert: 06.05.2018
  • von Stephan Scheeff